15.04.2011 Autor Sebastian Adriany schrieb am 08.04.2011:
Zweiter Platz beim Jubiläumsturnier in Niederau
Am ersten Dezemberwochenende fand das Turnier zum 40jährigen Jubiläum der Tischtennisabteilung des FC Niederau statt. Sebastian Adriany nahm in der Herren-A-Klasse teil (offen bis Kreisliga).
Das Teilnehmerfeld betrug 10 Spieler, trotzdem sah man hervorragenden Tischtennissport. Es wurde in 2 Gruppen gespielt, mit jeweils 5 Spielern.
Sebastian fand sich in der deutlich schwereren Gruppe wieder.
Im ersten Spiel traf er auf Randy Feliciano (Stetternich), mit dem er sich vorher eine halbe Stunde eingespielt hatte. Beide fanden gut in die Partie und jeder Spieler konnte einen der ersten beiden Sätze für sich entscheiden. Auch der dritte Satz war eng, ging aber im Endeffekt an Sebastian. Der Bann war nun gebrochen und Sebastian entschied das Spiel mit 3:1 Sätzen für sich. Ein klasse Spiel, was Sebastian genauso gut hätte verlieren können.
Und leichter sollte es für Sebastian auch nicht werden. Nun stand das Einzel gegen Peter Kesternich (Niederau) an. Von Anfang an zeichnete sich ein enges Match ab, bei dem niemand wirklich einen besseren Spieler ausmachen konnte.
Trotz hohem Rückstand gewann Sebastian Satz 1 noch mit 11:9. Und nachdem es Peter in den bisherigen Meisterschaftsspielen nicht vergönnt war Sebastian einen Satz abzunehmen, belohnte er sich diesmal mit dem Satzerfolg in Satz 2.
Basti fand im dritten Satz wieder ins Match zurück und konnte diesen sicher für sich entscheiden. Dafür wurde der Anfang vom vierten Satz komplett verschlafen und prompt verlor er auch diesen. Der Entscheidungssatz war an Dramatik kaum zu überbieten. Bis zum 5:4 Seitenwechsel für Sebastian, konnte sich noch kein Spieler absetzen. Bei 8:5 & 10:7 war der Sieg für Sebastian schon zum Greifen nah.
Trotz Timeout konnte Basti eine 3 Punkte-Serie von Peter nicht stoppen.
Seinen 5 Matchball konnte Sebastian schließlich nützen und zitterte sich mit 13:11 zum Sieg. Basti kann von Glück sprechen, dass Peter keinen eigenen Matchball herausarbeiten konnte, sonst hätte das Spiel auch für Peter ausgehen können. Beide Spieler waren wirklich gleichstark.
Um seine Nerven einmal ein wenig zu schonen, kam Basti das nächste Spiel gelegen. Gegen Robert Weber (Niederau) hatte Sebastian nur im dritten Satz ein wenig mit dem Schlendrian zu tun, gewann aber verdient mit 3:0.
Vor dem letzten Gruppenspiel stand Basti schon im Halbfinale. Da er aber auch Erster werden wollte, musste er sich nochmals ins Zeug legen.
Diesmal war Daniel Koch sein Gegner, mit dem er schon mal öfters trainiert und auch gelegentlich zu Turnieren fährt. Man kennt sich also aus dem ,,FF“.
Daniel, der sich nicht mehr für das Halbfinale qualifizieren konnte, spielte befreit auf und zeigte sein Können. Er drängte Basti von Anfang an immer wieder nach hinten. Auch wenn das eigentlich nicht Bastis Methode sein soll, kann er doch meistens von hinten überzeugen. So auch in Satz 1, den er mit 11:9 gewann.
Auch in Satz 2 sollte Basti wieder größtenteils in der Abwehr stehen und bis zum 8:6 sah es auch noch gar nicht so schlecht aus, aber dann kam Daniels Kanten & Netzrollerserie. Basti konnte nichts mehr machen. Mit 11:8 glich Daniel aus.
Im dritten Satz konnte Sebastian endlich einmal seinen Fahrplan umsetzen und selbst Druck an der Platte machen. Prompt ging der Satz auch mit 11:7 an ihn.
Auch im nächsten Satz wollte Basti dies umsetzen, doch Daniel rappelte sich nochmals auf und ehe sich Basti versah stand er doch wieder 2-3 Meter hinter dem Tisch. Nun war es sehr eng. Bei 8:8 nahm Daniel seine Auszeit, um nochmals durchzuschnaufen. Dies passte Basti gut in den Kram. Auf 10:8 ging er weg und hatte seinerseits Matchbälle. Leider aber nie bei eigenen Aufschlag. Durch Daniels Aufschlag nach hinten gedrängt, musste nun ein Punktgewinn in der Abwehr her. Passierte aber leicht nicht. Nun ging es in die Verlängerung, in der Basti zum Glück seinen eigenen Aufschlag immer durchbringen konnte und das Spiel mit 15:13 gewann. Ein hart erkämpfter Sieg. Großes Lob an Daniel.
Im Halbfinale traf Sebastian auf den Gruppenzweiten der anderen Gruppe Michael Nork (Schlich). Michael kam von Anfang an nicht in die Begegnung und wusste nicht was er mit Sebastians krummen Spiel anfangen sollte. Das Resultat war eine 2:0 Satzführung. Als Basti mit 9:3 führte war eigentlich schon ein Haken unter der Partie. Michael machte jetzt gute Punkte und Basti vergab seine Führung. Nicht einmal 2 Matchbälle konnte er nutzen und verlor den Satz noch mit 10:12. Sehr, sehr unnötig.
Zum Glück wurde dieser Satzverlust nicht bestraft, da Sebastian im vierten Satz antworten konnte und mit einem 3:1 Sieg ins Finale einzog.
Dort traf er auf Michael Keil (Grevenbroich), der sich knapp mit 3:2 gegen Peter Kesternich durchsetzen konnte. Im Spiel um Platz 3 konnte Michael Nork mit 3:1 gegen Peter Kesternich gewinnen. Schon beim Einspielen im Finale merkte Basti, dass Michael Keil sehr unkonventionell spielte. Trotzdem erwischte Basti einen guten Start (5:1), doch bei 8:8 war dieser Vorsprung wieder weg und der erste Satz ging mit 8:11 noch verloren. Auch im zweiten Satz hatte Basti nicht wirklich ein Rezept gefunden, konnte aber bis zum 5:5 dranbleiben. Nun gab es einen Ball von Keil, der außen an die Tischkante ging und somit für Basti gewertet wurde. Keil diskutierte zwar lange, doch Sebastian blieb cool. Keil diskutierte sich selbst aus dem Satz. Er konnte nämlich keinen Punkt mehr machen. 11:5 für Basti.
Der dritte Satz verlief komplett ausgeglichen und Keil hatte 2 Satzbälle, die er aber nicht ausnützen konnte. Nun erarbeitete sich Basti seinerseits einen Satzball.
Der nächste Stopp von Keil kam zu lang und Basti konnte aus der Abwehr eine Rückhand zum 12:10 verwerten. Den besten Ball, eine lange Rallye, konnte Sebastian für sich entscheiden zum zwischenzeitlichen 8:8 im vierten Satz. Danach folgten enge Punkte bei denen Keil auch einfach das Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Basti hatte mit 9:11 das Nachsehen. Nun ging es also im Finale in den Entscheidungssatz. 4:5 aus Bastis Sicht stand es beim Seitenwechsel. Bei 5:7 kam dann der wohlmögliche Knackpunkt. Basti wurde mal wieder in die Abwehr gezwungen, verteidigte sich gut blieb aber mit dem Schläger an einer Matte hängen und der Ball landete dadurch im Niemandsland. 5:8. Timeout. Aber auch die sollte nicht mehr helfen. Basti machte leider keinen Punkt mehr und verlor das Finale denkbar knapp.
Schade, dabei schnupperte er schon am Gewinn und unverdient wäre es auch nicht gewesen. Die Finalniederlage wurmte Basti auf der Nachhause Fahrt im Tischtennistaxi Daniel Koch, wo man nochmals in Ruhe die erlebten Ereignisse einordnen konnte. Da konnten auch die 30 Euro Prämie für den zweiten Platz nicht darüber hinwegtäuschen. Doch während der Fahrt erfuhr man vom tragischen Unfall bei „Wetten Dass“, was einem auch wieder verdeutlicht, dass es noch viel wichtigere Dinge gibt, als ein verlorenes Finale!!!