24.06.2011 Autor Sebastian Adriany schrieb am 20.06.2011:
Weite Fahrt lohnt sich
Am zweiten Donnerstag in den Osterferien machte sich Sebastian Adriany zusammen mit Marcel Berger (TTF Weisweiler/Wenau) mal wieder auf den Weg den Bekanntheitsgrad in Nordrhein-Westfalen zu steigern.
Diesmal fuhren sie zum Turnier nach Herdecke, mitten im Kohlenpott, kurz vorm neuen deutschen Fußballmeister Dortmund.
Nach über einer Stunde Fahrzeit und einem sehr außergewöhnlichen Kreisverkehr in Herdecke selbst ( 3 Spuren mit Ampel im Kreisverkehr), kamen wir in einem schönen Dörfchen an.
Ziemlich verwundert schauten wir uns an, als wir, bevor wir uns wirklich anmelden konnten, noch einen Bogen ausfüllen mussten über unsere persönlichen Daten und Tischtennisfähigkeiten.
Sogar Merzenich war der Turnierleitung ein Begriff!!! Man bekam zwar verwunderte Blicke, dass man extra 130km gefahren sei, aber wurde herzlich aufgenommen!
Zu unserer Überraschung fanden sich doch viele Spieler (64) an einem Donnerstagabend ein.
Nun zum Turnierverlauf Herren-Kreisligaturnier: Sebastian erwischte eine 3er-Gruppe.
Im ersten Spiel traf Sebastian auf Schmidt (Wetter).
Sebastian hatte doch gehörige Probleme. Nicht mit dem Gegner sondern mit dem Boden.
Dieser war sehr klebrig, was am Bodenbelag wohl lag. Überhaupt nicht aus den Füßen und nur sehr schwerfällig, kam Sebastian zum 11:9 Satzerfolg.
Die Bewegungen am Tisch sollten nicht besser werden, trotzdem sollten die nächsten beiden Sätze auch an Sebastian gehen. Mit 11:7 & 11:8 wurde der 3:0 Erfolg verbucht!
Im zweiten Gruppenspiel gegen Waterstad (Wanne-Eickel) ging es um den Gruppensieg.
Hier fand sich Sebastian viel besser mit dem Boden zurecht. Mit 11:4, 11:2, 11:1 ließ er seinem Gegner null Chancen und zog souverän in die KO-Runde ein.
Marcel gewann in seiner 4er-Gruppe auch alle Gruppenspiele, war somit auch in der Endrunde.
Nun konnte man im Doppel befreit aufspielen.
In der ersten Runde trafen Sebastian & Marcel auf 2 Spieler aus Grundschöllen. Nach anfänglichen Problemen, spielte man gut und konnte durch einen 3:1 Erfolg in die Runde der letzten 16 einziehen.
Hier traf man auf Henning/Strübe (Rüdgeberg). Marcel & Sebastian waren blendend aufgelegt. Einer deutlicher 3:0 Erfolg stand am Ende zu Buche.
Im Viertelfinale traf man dann auf das Nachwuchsdoppel Stöck/Hemmer (Wanne-Eickel).
Zwar liefen alle Sätze eng und die Gegner spielten auch gut, doch im Endeffekt waren Sebastian & Marcel abgebrühter. Auf dem Spielberichtszettel stand wieder ein 3:0.
Nun war es Zeit für das Halbfinale. Hier traf man auf Klasberg & seinen Partner (Köln).
Ein sehr unorthodoxes Doppel. Leider fanden Sebastian & Marcel nicht ganz zu ihrem Spiel.
Sie gewannen zwar den ersten Satz, doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr brachte “Elton“ Klasberg, die Beiden zur Verzweiflung. Basti & Marcel kämpften und spielten wirklich stark, doch mit 1:3 musste man sich den späteren Siegern geschlagen geben!
Nun ging es in der Einzelkonkurrenz weiter.
Hier erwischte Sebastian Nguyen (Essen), der sich in Marcels Gruppe, als Zweiter für die Endrunde qualifizieren konnte.
Doch Nguyen war wohl schon auf der Heimreise. 2 Aufrufe und etliche Minuten später zog Sebastian kampflos ins Achtelfinale.
Hier stand Sebastian einem harten Brocken gegenüber.
Heidersdorf aus Siegen, 67 Jahre alt, in der Kreisliga, Brett 2 mit insgesamt 4 Saisonniederlagen! Man merkte ihm an, dass er in jüngeren Jahren mal Verbandsliga gespielt hatte.
Mit seinem Abwehrspiel brachte er Sebastian ein ums andere mal zur völligen Verzweiflung.
Mit seinen kurzen Noppen (auf beiden Seiten), konnte er den Bällen soviel Schnitt mitgeben, dass Basti entweder im Angriff scheiterte oder selbst in die Abwehr rutschte und dann sprang Heidersdorf, wie ein Jungspund am Tisch und setzte die Bälle genau in die Ecken.
Zwar konnte Basti den ersten Satz mit 9:11 eng gestalten, doch fand er in den nächsten beiden Sätzen einfach kein wirkliches Rezept.
Mit 4:11 und 7:11 gingen auch die anderen Sätze verloren und so war ungewohnt früh im Achtelfinale Endstation!
Marcel konnte sich dagegen viel besser verkaufen. Er brachte Runde um Runde seine Gegner mit “der Noppe“ zur Verzweiflung und wurde erst im Halbfinale gestoppt.
Zum Abschluss konnte man dann noch die kulinarische Seite von Herdecke kennenlernen.
Insgesamt war es wirklich ein schönes Turnier, gut organisiert und alles sehr familiär.
Trotz einer großen Teilnehmerzahl (64), kam von den Organisatoren alles sehr persönlich rüber und es wurde sich um jeden Spieler individuell gekümmert.
Dies findet man heutzutage nur noch sehr selten.
Sebastian konnte sich an Marcels dritten Platz im Einzel und den gemeinsamen dritten Platz im Doppel erfreuen, auch wenn es Einzel für ihn zu früh zu Ende war, was auch am sehr starken Turnierfeld lag!